Gemeinsam die Mobilitätswende voranbringen
Als Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende zeigen wir auf, wie eine ökologische und sozial gerechte Mobilitätswende gelingen kann.





Das Bundesbündnis
Das von der Stiftung Mercator geförderte Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende ist seit 2019 zentrale Plattform und Resonanzboden für die Debatte rund um die Zukunft der Mobilität. Wir initiieren und gestalten gesellschaftliche Diskurse und liefern zugleich praxisnahe Impulse für politische Entscheider*innen, um Konzepte in die Realität umzusetzen.
Unsere Stärke liegt in der Vielfalt der beteiligten Verbände: Gemeinsam identifizieren wir Ziele und entwickeln Lösungen für eine sozialverträgliche Mobilitätswende.
Wir zeigen zusammen mit unseren vier Landesbündnissen auf, dass eine klug gestaltete Mobilitätswende ökologisch tragfähig, wirtschaftlich sinnvoll und sozial gerecht sein kann.
Die Mobilitätswende geht uns alle an
Mobilität hat in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Gleichzeitig sind die Herausforderungen in kaum einem anderen Sektor so vielfältig – und die Erwartungen, Wünsche und Sorgen der Menschen so unterschiedlich.
Die Politik zögert bislang, konsequente Maßnahmen zu ergreifen und die dringend notwendige Transformation des Mobilitätssektors entschlossen voranzutreiben.
Umso wichtiger ist es, ein klares und positives Zielbild für die Mobilitätswende zu formulieren – eines, das Orientierung bietet, den Klimaschutz konsequent berücksichtigt und soziale Teilhabe in den Mittelpunkt stellt.
Stimmen aus dem Bundesbündnis
Die Bündnispartner
Das Bundesbündnis vereint 9 große Umweltverbände, Wohlfahrts- und Sozialverbände, Gewerkschaften sowie die Evangelische Kirche.

Unsere Vision: eine gute Mobilität für alle
Die Mobilitätswende kann nur gelingen, wenn sie für alle Menschen in diesem Land gestaltet wird. Sie muss das Bedürfnis der Menschen nach Mobilität erfüllen und gleichzeitig Akzeptanz für die aus ökologischen und sozialen Gründen notwendigen Veränderungen schaffen. Dafür hat das Bundesbündnis vier Dimensionen identifiziert, in denen jetzt gehandelt werden muss:
Handlungsfelder
Mobilität als Daseinsvorsorge
Mobilität muss als Teil der Daseinsvorsorge anerkannt werden. Dafür müssen folgende Schritte ergriffen werden:
- Ein attraktiver Umweltverbund muss im Zentrum der neuen Mobilität stehen. Dafür ist ein Ausbau der Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur im gesamten Land nötig. Der öffentliche Personennah- und Fernverkehr muss mit besseren Infrastrukturen, regelmäßigen Verbindungen und bedarfsorientierten Angeboten überall im Land verfügbar werden. Neue Mobilitätsangebote müssen sinnvoll in den Umweltverbund integriert werden.
- Alle Verkehrsanbieter müssen gesetzlich zu Barrierefreiheit verpflichtet und die Umsetzung muss staatlich überprüft werden. Bestehende Nachteilsausgleiche für Personen mit Behinderungen müssen erhalten und wo notwendig ergänzt werden.
- Eine langfristige und umfassende Finanzierung ist die Grundlage für einen attraktiven Umweltverbund. Klimaschädliche Subventionen müssen abgebaut, Steuern umgestaltet und die vorhandenen Mittel unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten neu verteilt werden.
- Damit Mobilität für alle Menschen zugänglich ist, braucht es erschwingliche Tickets auch für Menschen mit geringem Einkommen und eine Erhöhung der Regelsätze für Mobilität in der Grundsicherung.
- Versorgung und Mobilität müssen integriert geplant werden, um Wege zu verkürzen. Versorgungsinfrastrukturen müssen verstärkt dezentrale und digitale Elemente umfassen, um einfach erreichbar zu sein, ohne lange Wege auf sich nehmen zu müssen.
Mobilität trägt zu Gesundheit und Lebensqualität bei
Mobilität darf unserer Lebensqualität und Gesundheit nicht länger schaden. Dafür brauchen wir unter anderem folgende Änderungen:
- Die Treibhausgasemissionen müssen mit dem Ziel der Klima-neutralität deutlich reduziert werden, um die mittel- und langfristigen Folgen des Klimawandels abzumildern.
- Schadstoff- und Lärmemissionen müssen schnell und nachhaltig reduziert werden, damit sie nicht länger der Gesundheit schaden.
- Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und der Gestaltung von lebenswerten Wohngebieten müssen ergriffen werden, um die Lebensqualität zu erhöhen. Gleichzeitig muss eine soziale Wohnungspolitik umgesetzt werden, damit eine wachsende Lebensqualität nicht zu Verdrängung von finanziell Schwächeren aus den Vierteln führt.
- Um das Ziel von null Verkehrstoten („Vision Zero“) zu erreichen, muss die Sicherheit im Straßenverkehr durch bauliche und organisatorische Maßnahmen verbessert werden. Neben der objektiven Sicherheit müssen diese auch das Sicherheitsgefühl der Menschen verbessern, insbesondere für Radfahrer und Fußgänger.
Mobilitätswirtschaft sichert Beschäftigung und Wohlstand
Die Mobilitätswirtschaft trägt einen sehr großen Teil zu Beschäftigung und Wohlstand in Deutschland bei. Die Mobilitätswende darf nicht zu ökonomischen oder sozialen Verwerfungen führen, der Mobilitätssektor muss auch zukünftig ein zentraler Ort von Innovation und hochqualifizierten Arbeitsplätzen in der hiesigen Volkswirtschaft sein. Dafür brauchen wir Folgendes:
- Die Transformation des Automobilsektors muss industrie- und strukturpolitisch begleitet werden. Regionale Strukturpolitik muss besonders betroffene Regionen unterstützen.
- Es müssen umfassende Weiterbildungsinitiativen ermöglicht und eine fortschrittliche Qualifikationspolitik betrieben werden, um Menschen für neue Anforderungen und neue Jobs weiterzubilden.
- Für die gesamtwirtschaftliche Transformation muss eine vorausschauende Industriepolitik rechtliche Rahmensetzungen schaffen, die klimaneutrale Mobilität und emissionsarme Zukunftstechnologien bevorzugen.
- Die Situation der Beschäftigten im öffentlichen Verkehr muss deutlich verbessert werden. Dazu gehören höhere Löhne, mehr Beschäftigte und kürzere Arbeitszeiten. Im Bereich der neuen Mobilitätsdienstleistungen dürfen nicht länger prekäre Arbeitsplätze entstehen.
- Das Leitbild „Gute Arbeit“ muss im gesamten Mobilitätssektor etabliert werden. Dazu zählt neben tariflicher Absicherung und armutsfesten Löhnen auch eine niedrigere Arbeitsbelastung und -verdichtung.
- Mit der Umstellung auf emissionsfreie Antriebe, dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie neuen Schwerpunkten auf Dienstleistungen, Daten und Mikromobilität entsteht eine neue, klimaneutrale und wertschöpfende Mobilitätswirtschaft.
Für eine Mobilitätswende brauchen wir einen Kulturwandel
Für eine Mobilitätswende ist auch ein Kulturwandel nötig, der dem Auto eine kleinere Rolle als bislang zuweist. Dafür brauchen wir Folgendes:
Transparenz und Partizipation sind ein wichtiger Teil des gemeinschaftlichen Wandels. Durch Beteiligung wird Akzeptanz für die Mobilitätswende geschaffen. Zudem trägt sie dazu bei, dass sich neue Mobilitätsangebote an den Bedürfnissen der Nutzenden orientieren.
- Die neue Mobilitätskultur muss erlebbar werden. In Reallaboren können Menschen Alternativen zum privaten Pkw im Alltag erfahren.
- Es braucht eine Kultur des Ausprobierens. Mögliche Lösungen müssen auf der Straße in temporären Anordnungen erprobt und im Erfolgsfall verstetigt werden können. Temporäre Lösungen ermöglichen es auch, dass nachgebessert werden kann.
- Sämtliche Unternehmen und Institutionen müssen Mobilitätsstrategien entwickeln und überlegen, wie ihre Kundschaft, Mitarbeitenden, Gäste zukünftig nachhaltig zu ihnen kommen.
Positionen & Forderungen
Das Bundesbündnis sozialverträgliche Mobilitätswende repräsentiert viele Millionen Menschen in Deutschland. Das zeigt, dass es bereits einen breiten gesellschaftlichen Rückhalt für eine umfassende Mobilitätswende gibt – und keinen Grund, jetzt nicht schnell und entschieden zu handeln. Unsere gemeinsamen Forderungen sind ein dringender Appell an politische Entscheider*innen, aber auch an Unternehmen, Organisationen und letztlich jede*n Einzelne*n.
Aktuelles & Presse
-
PM: Mobilitätsgarantie jetzt! – Bündnis fordert flächendeckende, barrierefreie Mobilität
Verlässliche Mobilitätsangebote, Erreichbarkeit zentraler Versorgungsangebote und eine langfristige Finanzierung sind die Grundvoraussetzungen für Mobilität in Stadt und Land. Berlin – Vor dem Start… Beispiel
-
PM: Umfrage zum Deutschlandticket: Klare Mehrheit für Fortführung
Berlin, 01. April 2025 – Das Bekenntnis zum Deutschlandticket durch die sich abzeichnende Koalition aus Union und SPD ist ein wichtiges Signal für… Beispiel
-
PM: Zukunft der Automobilindustrie gemeinsam gestalten
Die Situation in der deutschen Automobilindustrie ist alarmierend. Viele Unternehmen kündigen nach sehr erfolgreichen Jahren mit Rekordgewinnen wegen aktueller Probleme im Wettbewerb Personalabbau… Beispiel
Landesbündnisse
Als Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende sind wir auch auf Landesebene aktiv. Denn der Erfolg der Mobilitätswende hängt entscheidend von der Unterstützung und Umsetzung auf regionaler und lokaler Ebene ab. Unsere Arbeit wird durch vier Landesbündnisse verstärkt, die die Debatte in den Regionen voranbringen und wichtige Impulse für die Bundesebene liefern.

Landesbündnis NRW

Landesbündnis Bayern

Landesbündnis Thüringen

Landesbündnis Hessen
Ihre Ansprechpersonen
Haben Sie Fragen zum Bundesbündnis oder Interesse an einem Austausch? Kontaktieren Sie uns gern.

Nils Löster
Referent Verkehrspolitik (NABU)
Projektleiter Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende
E-Mail: buendnis.svm@nabu.de
Tel.: +49 (0) 172 1077048

Merlin Jonack
Referent Verkehrspolitik (NABU)
Projektmitarbeiter Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende
E-Mail: buendnis.svm@nabu.de
Tel.: +49 (0) 173 5153341












